Das 44. Internationale Bodensee-Jugendturnier fand vom 03. - 05.06.2011 in Friedrichshafen statt.
Guter Saisonabschluss für Benjamin Schlemmer: 2. Platz im HD.
Wie jedes Jahr zum Saison-Abschluss findet das Internationale Bodensee-Turnier, ein europ. Spitzen-Jugend-Turnier, in Friedrichshafen statt. An dem Mammutturnier nehmen SpielerInnen von 120 Vereinen aus elf verschiedenen Nationen teil.
Es gab 500 Nennungen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Ungarn, Polen, Slowenien, Kroatien, Tschechien, der Slowakei und Luxemburg. Die SportlerInnen kämpfen in fünf Altersklassen von der U11 bis zur U19 um die 30 Siegerpokale, Sach- und Geldpreise.
Gespielt werden 1138 Matches in 3 Hallen, der ZF-Arena (wo alle Finalspiele ausgetragen werden), der Schreinesch-Sporthalle und der Berufsschulzentrum-Sporthalle mit insgesamt 31 Spielfeldern. Dabei werden 2000 Gänsekielfederbälle verbraucht, wie die Turnierleitung bekannt gab.
Der durchführende Verein VfB-Friedrichshafen hat ca. 150 badmintonspielende Mitglieder von denen sich 70 als Helfer um den Auf- und Abbau, die Turnierleitung in den drei Hallen, die Verpflegung der Teilnehmer sowie um die Reinigung der Spielstätten kümmern.
Aus Mödling nahmen die Mödlinger BL-Spieler Benjamin Schlemmer und Dominik Stipsits in den U19-Bewerben, sowie Christoph Syrch in den U15-Beweben teil.
Im U19-HE-Bewerb wurde Schlemmer in die Qualifikationsgruppe G mit 3 Spielern gelost. Der Mödlinger gewann gegen den Schweizer Marco Martucci mit 21:15/21:16 und verlor gegen den Deutschen Jens Kamburg mit 24:22/18:21/14:21, der damit ins Viertelfinale Aufstieg.
Dominik Stipsits gewann seine Gruppe, schied jedoch im Viertelfinale gegen den Deutschen Christopher Klein aus.
Im U19-HD-Bewerb gewann das Mödlinger BL-Duo Benjamin Schlemmer/Dominik Stipsits die 1. Runde gegen das deutsche Paar Michael Teuber/Fabian Specht mit 21:17/13:21/21:17.
Im Viertelfinale trafen sie auf das nicht zusammengespielte Paar Michael Koller (A)/Mitic Kraljic (CRO). Ergebnis: 21:8/21:9.
Das Halbfinale gegen Mike Vallenthini (L)/Dominic Becker (D) spielte von Beginn an konzentriert. Gegen Ende kam der Gegner auf doch behielten Schlemmer/Stipsits mit 21:16/21:18 die Oberhand.
Der Finalgegner Leonard Heim/Till Felsner (D) war stark. Das Mö-Duo spielte zwar gut mit, wurde aber erst gegen Ende des 1. Satzes stärker. Die Deutschen hatten viel Glück mit Outbällen und Netzrollern und siegten mit 19:21/14:21.
„Friedrichshafen war eine Reise wert. Ich bin froh, dass ich da war. Das Turnier war ein guter Abschluss der heurigen Spielsaison, mit der ich persönlich nicht unbedingt ganz zufrieden sein kann“, erklärte der Mödlinger.
Im U15-HE-Bewerb spielte Christoph Syrch in der Quali-Gruppe P gegen Christoph Brey (D) mit 21:4/21:5 und gegen Jakub Raspl (CZ) mit 21:4/21:7 überlegene Siege heraus. Das 3. Spiel gegen den Schweizer Quentin Fillietaz wurde zu einem echten Prüfstein für den Mödlinger. Der 1. Satz verlief noch nach Plan, doch im 2. Satz wurde es schon eng, ein 3. Satz brachte die Entscheidung mit 21:11/19:21/21:18 für Syrch. „Es war schwer zu spielen, da teilweise sehr lange Ballwechsel waren und es in der Halle sehr stickig war, doch schlussendlich konnte ich mich Gott sei Dank doch noch durchsetzen“, war der Mödlinger erleichtert und stand als Gruppensieger in der Hauptrunde.
Leider verlor Syrch gleich in der 1. Runde gegen den späteren Halbfinalisten Andraž Krapež (SLO) mit 21:11/21:16 und beendete damit den Bewerb. „Ich hatte nach dem letzten Match kaum eine Pause und konnte mich nicht wirklich erholen. Ich war etwas enttäuscht, da ich wusste, dass da noch viel mehr drin gewesen wäre“, trauerte der Mödlinger der Chance nach.
Im U15-HD-Bewerb trat das Stamm-Duo Christoph Syrch/Jakob Wraber an. Die 1. Runde brachte ein Freilos, in der 2. Runde traf das Duo auf die Schweizer Lorenz Toscan/Benedikt Schaller, die sie mit 18:21/21:16/21:14 bezwangen. Das Achtelfinale gegen die Slowenen Aljaz Ferk/Luka Miletič brachte mit einer 21:11/21:17-Niederlage das Aus. „Wir hatten wieder einmal zum Einspielen in unserem ersten Spiel kein leichtes Los, doch wir kämpften hart und setzten uns schlussendlich auch durch. Dieser Sieg war für uns beide sehr wichtig. Dann spielten wir gegen die Slowenen, gegen die wir teilweise gut mithalten konnten, aber schlussendlich doch relativ klar in 2 Sätzen verloren“, berichtet Syrch nach den Spielen.